TRADITION

Schnitzler ist, aufgrund seiner über 100-jährigen Tradition, der sympathischen Atmosphäre und dem aktuellen Verkaufsangebot, ein beliebtes Modehaus am Prinzipalmarkt – auch über die Grenzen der Stadt Münster hinaus.

Frühjahr 1892
Hochzeitsreise von Ludwig und Franziska Schnitzler in das westfälische Münster. Natürlich kannten die beiden Schnitzlers bald den Spruch: "Entweder es regnet in Münster, oder es läuten die Glocken". "Für ein Schirmgeschäft genau das Richtige!", so der Schirm- und Seidendynastie-Sprößling Ludwig Schnitzler. Er öffnete im Juli 1892 in der Salzstraße Nr.[5]2 in der Nähe des Prinzipalmarkts "Schirm-Schnitzler".

August 1910
Franziska und Ludwig Schnitzler ziehen sich aus dem Geschäft zurück. Sie übergeben das etablierte Unternehmen an Emil Weitkamp, Schwiegersohn eines renommierten Schirmfabrikanten. Die Übergabe wird feierlich in einem handschriftlichen Vertrag festgehalten. Mit den Unterschriften endete die Ära Schnitzler – die Weitkamps übernahmen. Der Name aber blieb und wurde zum Begriff: "Schirm-Schnitzler".

Oktober 1911
Emil und Frieda Weitkamp übernahmen nun offiziell und amtlich beglaubigt das "Schnitzler-Geschäft" in der Salzstraße.

1918
Ausbruch der Revolution. Auch Frieda und Emil Weitkamp blieben davon nicht verschont. Nur mit Mühe gelang es Ihnen, in den Jahren der Unruhen und Zerstörung, das Ladengeschäft an der Salzstraße zu halten.

1919
Die ausbrechende Inflation vernichtete viele Existenzen. Innerhalb von Minuten sanken Bargeld-Millionen auf Nullwert herunter. Emil Weitkamp tat das Vernünftigste, was er tun konnte: Er machte zu.

November 1923
Die "Rentenmark" hielt Einzug. Plötzlich gab es stabile Löhne, Preise und Mieten. Die Zeit, in der neue Grundsteine gelegt wurden. Frieda und Emil Weitkamp zählten zu jenen, die diese Gelegenheit beim Schopfe packten.

1927
Die Weitkamps wagen den "großen Sprung". Sie kaufen das Haus am Prinzipalmarkt Nr 40. "Schirm-Schnitzler" hatte seine neue und endgültige Heimat gefunden.

1935
Karl Weitkamp übernimmt nach dem Tod seines Vaters das Geschäft. Ein neuer Abschnitt in der Chronik von "Schirm-Schnitzler" hatte begonnen, dem inzwischen weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten Fachgeschäft.

1936
Erweiterung des Verkaufssortiments. "Schirm-Schnitzler" führte nun auch Regen- und Seidenmäntel.

September 1943
Die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs zwingt die Weitkamps zur Schließung des Betriebes "Schirm-Schnitzler".

Oktober 1944
Münster wird immer wieder Ziel alliierter Luftangriffe. Den Prinzipalmarkt trifft es besonders schwer. Ein großer Teil der Straße wird verwüstet.

1946
Der Grundstock des ganzen Wiederaufbaus: Anneli und Karl Weitkamp errichten im fast komplett zerbombten Haus am Prinzipalmarkt mit einfachsten Mitteln eine provisorische Werkstatt zur Reparatur von Schirmen und Mänteln.

1947
"Schirm-Schnitzler steht wieder auf festem Fundament" – unterkellert, 150 Quadratmeter groß, mit drei Sandsteinsäulen vor der Haustür. "Kiek äs an", staunten die Münsteraner, "dat wödt wirär wat!".

1948
Erweiterung des Warensortiments: Schirme, Stöcke, Regencapes, Trenchcoats, Gummimäntel, Sonnenschirme, Knirpse, Windblusen und Anoraks.

Frühjahr 1949
Karl Weitkamp präsentiert der Presse das neue Ladengeschäft: Moderne Verkaufstische, elegante Regale und ein rundum getäfeltes Innendekor. Schnitzler verfügte nicht nur über einen modernen Geschäftsraum, sondern im hinteren Teil über eine komplette Werkstatt.

November 1951
Ein Durchbruch zu neuen Dimensionen. Karl Weitkamp pachtet auf dem Domgelände einen 150 Quadratmeter großen Hofraum der hinter den Häusern Prinzipalmarkt 41 bis 43 lag.

1952
Vergrößerung der Grundfläche von "Schirm-Schnitzler" auf 290 Quadratmeter Verkaufsfläche.

1954
Nach weiteren Um- und Aus-bauarbeiten bietet Schnitzler ein zusätzliches Verkaufsangebot von Kindermoden, Mäntel – aus Wolle, Tweed, Seide, Popeline, Kostüme, Blusen, Röcke, Pullover, Accessoires ...

September 1962
Ende des großen Erweiterungsbaus auf sieben große Fachabteilungen mit rund 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche.

1970
Karl Jürgen Weitkamp tritt in die Schnitzler KG ein. Der Juniorchef, diplomierter Textilbetriebswirt – damals gerade 24 Jahre jung, schafft es peu á peu, jugendliche Impulse und neue Ideen in DAS MODEHAUS aus Münster zu bringen.

April 1971
Eröffnung des Herrenausstatters "Weitkamp" im Ladengeschäft Prinzipalmarkt 6/7. "Keine gehobene Konkurrenz zum Schnitzlerschen gegenüber, sondern eine Ergänzung" – so hatten es Vater und Sohn von Anfang an gewollt.

1972
Ehefrau Veronika Weitkamp tritt in die Geschäftsführung ein.

1986
Über drei Häuser hinweg – alles Schnitzler. Der Durchbruch durch die Mauer zum Haus Prinzipalmarkt 43 war getan. Damit war das Verkaufskonzept verwirklicht: Ein "Rundum-Angebot" unter einem Dach.

1992
Schnitzler feiert sein 100-jähriges Jubiläum.

2002
Eine sechsjährige Modernisierungs- und Umbauphase geht erfolgreich zu Ende.
Das Geschäft wurde durch große Fenster zum Domplatz geöffnet und die Eingänge zum Prinzipalmarkt erhielten einen großzügigen und transparenten Charakter.

Sohn Andreas Weitkamp startet in sein Berufsleben als Einzelhändler mit einer Ausbildung bei Engelhorn in Mannheim.

2004
Schnitzler eröffnet einen GANT-Store am Prinzipalmarkt 30/31 und modernisiert den Herrenausstatter Weitkamp grundlegend.

2008
Im Dezember tritt Sohn Andreas Weitkamp und seine Ehefrau Pia Weitkamp in die Geschäftsleitung ein.

2010
Eröffnung des "van Laack"-Fachgeschäfts in der Domgasse.


Impressionen vom Katalogshooting Herbst/Winter 2011/12!