Ein echtes Familienunternehmen 
Was prägt ein Unternehmen? Wir sind sicher: Es sind die Menschen. Und bei Schnitzler ist und was das nicht anders. Was all unsere Unternehmer-Generationen eint: Mut, Weitsicht, Zupacken, Motivation und die Bereitsschaft, auch für andere Verantwortung zu übernehmen.

Mutig
1892 waren es Franziska und Ludwig Schnitzler, die sich auf ihrer Hochzeitsreise im doppelten Sinne in Münster verliebten. Der Spross einer Schirmdynastie und seine frisch angetraute Frau waren angetan vom Flair der Stadt und ließen sich mit ihrer "Schirmfabrik L. Schnitzler" direkt in der Innenstadt an der Salzstraße 52 nieder - im Sortiment: vom soliden Standardschirm bis 
bis zum edelsten Stock aus Palisander und mit reich verziertem Silbergriff. Mutig etablierten sie im Münster der Jahrhundertwende eine Institution.

Franziska und Ludwig blieben kinderlos. Auf der Suche nach einem geeignetem Nachfolger hörten sich die beiden im Lieferantenkreis um. Und welche ein Glück! Schirmfabrikant Heinrich Zangenberg wusste Rat und brachte seinen Schwiegersohn Emil Weitkamp ins Gespräch. Gemeinsam mit seiner Frau Frida übernahm dieser im Oktober 1911 das Unternehmen. Die erste der inzwischen schon vier Generationen der Weitkamps war fortan in Verantwortung im Hause Schnitzler
Franziska und ihr Ehemann Ludwig Schnitzler, der 1892 das Unternehmen gründete. Ihr entschlossener Blick scheint kein Zufall zu sein, sondern fast eher ein "Motto", das von Generation zu Generation weitergegeben wurde ...
Weitsichtig
Frida und Emil Weitkamp handelten beharrlich und zugleich visionär. Sie kämpften sich durch die Jahre des ersten Weltkriegs, kauften den ersten "Firmenwagen" und vor allem wagten sie den ersten großen Schritt in Sachen Immobilien: 1927 erwarben Sie das Haus Prinzipalmarkt 40 und legten damit den Grundstein für die endgültige Heimat von Schnitzler, die auch heute, 90 Jahre später unser ganz besonderes Zuhause ist.

Frida Weitkamp durfte sich an dem florierenden Unternehmen im Herzen der Stadt allerdings nicht lange erfreuen. Sie wurde schon im Folgejahr vom Tod dahingerafft, und als ihr Ehemann Emil Weitkamp ebenfalls 1935 starb, übernahm Sohn Karl im Alter von nur 26 Jahren die Verantwortung, bestens vorbereitet zwar nach einer kaufmännischen Lehre und Ausbildungsjahren in renommierten Häusern und Schirmfabriken, aber dennoch sehr spontan.
Zupackend
Karl und seine Frau Anneli manövrierten das Schnitzler-Schiff durch unruhige Zeiten mit Verlusten, Trauer, Kriegswirren. Sie waren es, die nach dem Krieg nicht lange fackelten, sondern mitten in der total zerstörten münsterschen Innenstadt die Schippe und das Herz in die Hand nahmen und mit dem Wiederaufbau begannen. Zwischen den Trümmern eröffneten sie 1946 einen "Behelfsladen". Nicht viel mehr als eine Baracke, in der jetzt vor allem alte Schirme repariert wurden und, Not macht erfinderisch, aus von Kunden mitgebrachten alten Betttüchern einfache Regenmäntel genäht wurden. Die erste Sortimentserweiterung in Richtung Kleidung war damit, dank der zupackenden Art und des Ideenreichtums von Anneli und Karl Weitkamp, auf den Weg gebracht.
Immer schon visionär unterwegs: Emil Weitkamp (hier mit seinem Bruder Erich), der Schnitzler 1911 von den kinderlos gebliebenen Eheleuten Schnitzler übernahm.
Väter und Söhne: Karl-Jürgen Weitkamp mit seinem Sohn Andreas, Karl Weitkamp mit seinem Sohn Karl-Jürgen.
Verantwortungsvoll
In diesem Jahr wurde auch Karl-Jürgen Weitkamp geboren. Im Kindergartenalter saß er etwa dort, wo heute bei Schnitzler die Kaffeemaschine steht, in seinem Sandkasten zwischen Prinzipalmarkt und Domplatz. Der Sandkasten war eine vergleichsweise kleine Bautätigkeit seines Vaters Karl gewesen, der in diesen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Anneli Schnitzler unermüdlich erweiterte, das Sortiment vergrößerte und um einen Anbau Richtung Domplatz - in vilerlei Hinsicht visionär. Unter seiner Führung war aus "Schirm-Schnitzler" erst ein "Haus für Regenschutz" und nun das "Modehaus Schnitzler" geworden. Eingekauft wurde auf Reisen durch halb Europa - damals schon! Zugleich war den Weitkamps der Standort Münster sehr wichtig. Karl Weitkamp engagierte sich im Verkehrsverein und sorgte dort gemeinsam mit anderen für die Weiterentwicklung unserer ganz besonderen Innenstadt.

Visionär
Niemals Stillstand - das wurde zum Motto. Als 1962 der große Erweiterungsbau eingeweiht wurde, verfügte das Haus über 70 Meter vom Prinzipalmarkt 40 bis zum Domplatz 37 und mit sieben großen Fachabteilungen über 1.100 Quadratmeter Verkaufsfläche. Beim Festakt klopfte der ewig weiterplanende Karl Weitkamp an die Wand zum Nachbarhaus und sagte schmunzelnd: 
"Eines Tages gehen wir auch durch diese Mauer!" (26 Jahre später wurde aus dieser Weitsicht Wirklichkeit.)

Sohn Karl-Jürgen Weitkamp trat 1970 ins Unternehmen ein. Gerade 24 jahre alt, mit einer fundierten Ausbildung in Nagold, Hamburg und München und mit frischen Ideen im Gepäck brachte er sich schnell in die Geschäftsführung ein. Das neue Geschäft "Herrenausstatter Weitkamp" schräg gegenüber am Prinzipalmarkt 6/7 war seine Idee und wurde Anfang 1971 eröffnet. Kaum ein halbes Jahr später starb sein Vater Karl Weitkamp einen unerwarteten Tod. Ein großer Verlust für Münster, für den Prinzipalmarkt, für Schnitzler. Eine noch größere Herausforderung für Anneli Weitkamp, ihren Sohn Karl-Jürgen und dessen Frau Veronika.

Vorausschauend
Generationsübergreifend wird das Unternehmen in die Zukunft geführt. Auch Karl-Jürgen Weitkamp hat Freude daran, die Immobilien stetig zu erweitern, zu modernisieren, umzubauen. Einschließlich des großen Schritts, den schon sein Vater vorausgesehen hatte: Ende der Achtzigerjahre kauft er das Haus 43 - ein Meilenstein. Veronika Weitkamp bringt unternehmerische und modische Kompetenz mit ein: Die jungen Unternehmer sind ein starkes Gespann.
Starke Frauen prägten das Unternehmen: Anneli Weitkamp auf dem winterlichen Prinzipalmarkt.
Entspannt spielen mit Freunden im Schnitzler-Garten zum Domplatz hin: Karl-Jürgen Weitkamp (ganz rechts) hat sich hier schon immer wohl gefühlt.
Karl-Jürgen Weitkamp ist das Umfeld wichtig. Über viele Jahre ist er Sprecher der Kaufleute vom Prinzipalmarkt. Am Weitkamp'schen Kamin entwickelte er gemeinsam mit engagierten Playern die Idee, mehr für den Standort Münster zu tun. Das Konzept gefällt der Verwaltung und so entsteht das heutige "Münster Marketing". Engagement für die berufliche und familiäre Heimat, für Stadt und Straße: den Weitkamps ist das bis heute ein Anliegen.

Motiviert
das 100-jährige Jubiläum 1992 wird groß gefeiert. Andreas Weitkamp, damals noch Grundschüler, ahnte wohl nicht, dass er schon 2008 die Unternehmensverantwortung mitübernehmen wird. Auch er bleibt von einschneidenen Erlebnissen, die schnelles Handeln 
und Umdenken erfordern, nicht verschont: 2013 etwa werfen ein Brand bei Umbaumaßnahmen im hause Schnitzler und wenige Wochen später ein Einbruch im Hause Weitkamp alle Pläne gehörig durcheinander. "Kurz innehalten, besonnen Entscheidungen treffen, motiviert weitermachen. Das habe ich von den vorherigen Generationen gelernt", resümiert der Kaufmann, der das Unternehmen längst unter Ausschöpfung aller digitalen Möglichkeiten und mit einem eigenen Webshop fit für die Zukunft gemacht hat. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte ...
Ein echtes Familienunternehmen: Anneli Weitkamp mit Schwiegertochter Veronika und Sohn Karl-Jürgen Weitkamp sowie den Enkeln Christoph, Andreas und Caroline - hier beim 100-jährigen Schnitzler-Jubiläum.











Modehaus Schnitzler KG
Prinzipalmarkt 40/43
48143 Münster
T: +49 251 414 90 0
F: +49 251 414 90 20
E: willkommen@modehaus-schnitzler.de
Geschäftsleitung/Prokuristen: Andreas Weitkamp, Michael Wiemer
Persönlich haftender Gesellschafter: Karl-Jürgen Weitkamp
Umsatzsteuer-Id: DE126105867 | Registergericht: Amtsgericht Münster | HRA 33